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23.01.2012 - 12:20

Studie: In drei Jahren hat sich NFC durchgesetzt

Wie die aktuelle Studie „NFC Payments and Marketing Innovation“ von StrategyFacts zeigt, geht ein Großteil der Branchenexperten vom Durchbruch des Bezahlens per NFC in den nächsten drei Jahren aus. Größtes Hindernis dürfte die momentan noch unzureichende Abdeckung mit NFC-fähigen Smartphones sein.

Durchbruch im Massenmarkt

In den nächsten drei Jahren, so die „NFC Payments and Marketing Innovation“-Studie, wird NFC-Technik zum Bezahlen im Massenmarkt angekommen sein. Schon heute testen Banken, wie die Sparkassen und die Postbank, sowie die Kreditkarteninstitute Visa und Mastercard NFC-Bezahlungen, zum Teil mit herkömmlichen EC- und Kreditkarten, zum Teil mit NFC-Chips, die in Smartphones eingebaut sind. Eine Kontroverse besteht momentan im Markt, ob NFC-Chips in Smartphones zukünftig auf SD- oder direkt auf SIM-Karten integriert werden sollen.

Dabei geht die StrategyFacts-Studie davon aus, dass es entgegen des momentan abzusehenden aktuellen Trends nicht bei Micro-Payment bleiben wird, sondern zukünftig auch Beträge jenseits der 50- oder 100-Dollar-Grenze per NFC bezahlt werden. Für 71 Prozent der Befragten stellt dabei die Pluralität von Funktionen in nur einem Gerät einen entscheidenden Anreiz für den Durchbruch bei den Verbrauchern dar – was klar für die im Smartphone integrierten NFC-Chips sprechen würde. Für knapp 60 Prozent der Händler dagegen scheinen vor allem neue Absatzmöglichkeiten treibende Kraft für die Zuwendung zu NFC zu sein, so ein weiteres Ergebnis der Studie.

NFC verändert die Wertschöpfungskette

Laut Studie sind vor allem die Möglichkeit zur sofortigen Interaktion mit Nutzern (53,8 Prozent), die mögliche Verbindung mit Location-based Services (49,8 Prozent) sowie neue Analytics-Möglichkeiten (48,4 Prozent) entscheidende Vorteile, die der NFC-Technik zum Durchbruch verhelfen werden. Als größte Probleme identifizieren 72 Prozent der Branchen-Experten die aktuell noch geringe Verbreitung von NFC-fähigen Smartphones, 62 Prozent sehen auch Sicherheitsbedenken der Nutzer als Hemmnis. Seitens des Einzelhandels wird mit 82 Prozent das größte Problem im kostspieligen Upgrade der Zahlungsinfrastruktur am Point of Sale betrachtet.

Durch die Verbreitung der NFC-Technik werden laut Studie neue Akteure die Wertschöpfungskette gehörig durcheinander wirbeln, vor allem sogenannte „Wallet Platform“-Anbieter. Großen Einfluss auf den zukünftigen Mobile Payment-Markt räumen 73 Prozent der Befragten Google ein, 57 Prozent überraschenderweise auch Apple, obwohl Apple bisher noch nicht mit großem Engagement im NFC-Bereich aufgefallen ist.

Weitergehende Analysen zur Durchsetzung im Markt, zu den Herausforderungen und Chancen sowie zur Rolle von Google, Apple, Facebook und Amazon bietet die 270-seitige „NFC Payments and Marketing Innovation“-Studie von StrategyFacts, die auf 221 ausgewertete Online-Fragebögen basiert, die zwischen dem 14. und 29. November 2011 von ausgewählten Branchenkennern beantwortet wurden. Die kostenpflichtige Studie kann unter www.StrategyFacts.de heruntergeladen werden.

 

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Ressort: Studie, Mobile